Der Führung des Münchner Siemens-Konzerns droht bei der bevorstehenden Hauptversammlung am 27. Januar eine unangenehme Diskussion über die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat. Vertreter von mehreren tausend Belegschaftsaktionären fordern in einem Gegenantrag, die geplante Anhebung der Kontrolleursbezüge um teilweise mehr als hundert Prozent abzulehnen. Allein Chefaufseher Gerhard Cromme, rügt der Interessenverband der Kleinaktionäre, hätte nach dem neuen, für Außenstehende nur schwer nachvollziehbaren Modell beispielsweise für 2008 statt gut 300.000 Euro fast 800.000 Euro erhalten. Das berichtet der Spiegel.
Das Hauptziel sei es, die Wahrscheinlichkeit künftiger Krisen gering zu halten – sagte der stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU Fraktion im Deutschen Bundestag, Michael Meister (Foto, l.), unserem Chef-Korrespondenten Dr. Andreas Gulya (Foto, r.). Um dieses zu erreichen, wolle man eine einheitliche, grenzüberschreitende EU-Finanzaufsicht, neues Insolvenzrecht für Finanzinstitute, Aufsicht über Ratingagenturen, Reglementierung von Hedgefonds, Bankenabgabe, neu einführen. Auch die Haushalte sollten bei einem wirtschaftlichen Aufschwung konsolidiert werden. Nicht zu Letzt sollte Europa dem Bundestag genau zuhören. Meister wolle nämlich nicht, dass die EU zu einer Transferunion wird!
Der Frauenanteil unter den Führungskräften der deutschen Privatwirtschaft stagniert. Auch als Führungskräfte verdienen Frauen weniger als ihre männlichen Kollegen. Und in den Spitzenpositionen der großen Unternehmen sind Frauen nach wie vor kaum vertreten.
Ehemaliger BGH-Richter wirft Versicherungen Verschleppung vor
Geschrieben von: TN
Die deutschen Versicherungen sabotieren eine verbraucherfreundliche Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH). Diesen Vorwurf erhebt der frühere BGH-Richter Wolfgang Römer in der Zeit. „Tausende Versicherungsnehmer warten auf Grundsatzentscheidungen“, sagte Römer, der sich von 2001 bis 2008 auch als Ombudsmann der Versicherungswirtschaft um Kundenbeschwerden kümmerte. Das höchste deutsche Zivilgericht könne aber keine entsprechenden Urteile fällen, obwohl viele Fälle dort landeten.
AKW-Laufzeiten: Stadtwerke wollen beteiligt werden
Geschrieben von: TN
Der Präsident des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), Stephan Weil, fordert, an den Gesprächen über eine Verlängerung der Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke beteiligt zu werden.
Der Vorstandsvorsitzende des IT-Dienstleisters Datev, Dieter Kempf, hat die Pläne der Bundesregierung im Zusammenhang mit dem Informationssystem Elena kritisiert.
Sparpaket vertieft nicht die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland
Geschrieben von: Dieter Hintermeier
„Das Sparpaket der Bundesregierung spaltet die Gesellschaft nicht mehr als bisher!“ Professor Florian Pfeffel (Foto), Wirtschaftsethiker und Ökonom an der accadis Hochschule Bad Homburg glaubt nicht an die Steigerung der Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland.
Die deutsche Arbeitslosenquote könnte in den kommenden Jahren auf Werte fallen, wie sie früher in Westdeutschland üblich waren. Das geht aus Prognosen des Forschungsinstituts Kiel Economics hervor, die der Wochenzeitung die Zeit vorliegen. Demnach werden bis 2014 nur noch 1,84 Millionen Menschen ohne Beschäftigung sein, die Arbeitslosenquote läge damit knapp unter 4,5 Prozent. Es wäre der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung.
Bankier de Rothschild sagt Europa bittere Zeit voraus
Geschrieben von: TN
Europa steuert nach Überzeugung des französischen Bankiers Eric de Rothschild auf eine wirtschaftlich sehr harte Zeit zu. „Der Schuldenberg, der in manchen Ländern Europas heute existiert, wird das künftige Wirtschaftswachstum massiv beeinträchtigen“, sagte de Rothschild der Zeit. Der Kontinent werde „durch eine extrem schwierige Periode gehen“, prophezeite der 70-Jährige.
Die europäischen Banken werden bei den geplanten Stresstests auch auf ihre Widerstandskraft gegen eine Krise am Markt für europäische Staatsanleihen geprüft.
Der Medienunternehmer Stefan Aust ist sehr zuversichtlich, die von ihm entwickelte Zeitschrift „Woche“ doch noch auf den Markt zu bekommen. „Wenn man so was mal entwickelt hat, schmeißt man das nicht weg“, sagte Aust der Zeit.