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05 | 09 | 2010
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Da die Weltwirtschaftskrise ein globales Problem ist, muss es von allen Nationen gemeinsam gelöst werden, sagt Paul Krugman. Der amerikanische Ökonom wirft Europa dabei falsches Vorgehen vor. Und Deutschland macht es auch nicht besser. Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman hat Europa und Deutschland vorgeworfen, bei der Bekämpfung der Wirtschaftskrise zu versagen. In einem Interview mit dem Stern sagt der amerikanische Ökonom: "Europa patzt. Ich sehe kein Anzeichen eines gemeinsamen Handelns, vor allem in der Finanzpolitik." Das sei eine "gewaltige Enttäuschung und ein großes Problem".

Sparpaket vertieft nicht die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dieter Hintermeier   
pfeffel

„Das Sparpaket der Bundesregierung spaltet die Gesellschaft nicht mehr als bisher!“ Professor Florian Pfeffel (Foto), Wirtschaftsethiker und Ökonom an der accadis Hochschule Bad Homburg glaubt nicht an die Steigerung der Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland.
Einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zu zufolge zählten 2004 rund 19 Prozent der deutschen Haushalte zur unteren der drei Schichten. 2009 waren es fast 22 Prozent. Rund 62 Prozent der deutschen Haushalte verfügten 2009 über ein mittleres Einkommen, über 16 Prozent zählten zur Schicht der Reichen. Zwar sei der Anteil der reichen Haushalte im wirtschaftlichen Krisenjahr 2009 gesunken, stellten die Wissenschaftler fest. Das Sparpaket der Bundesregierung würde die Kluft zwischen Arm und Reich aber weiter vergrößern, so das DIW.

Nach Meinung von Pfeffel, trifft das aber nicht zu. Hierbei handele es sich um Stimmungsmache. Einsparungen beim Elterngeld für Hartz IV-Empfänger gingen zwar in diese Richtung; Kürzungen beim Wehretat oder die Streichung von Subventionen in der Energiewirtschaft haben aber keine Auswirkung auf Arm oder Reich. Vermehrt die „Reichen“ würden hingegen bei der Einführung von einer Finanzmarkt- und einer Luftverkehrsabgabe vom 80-Milliarden-Sparpaket getroffen.

„Ob das Sparpaket das konsistenteste unter allen Sparpaketen ist, sei dahingestellt“, sagt der Wirtschaftsethiker. Wichtig sei aber vor allem, dass die schuldenindizierte Belastung unserer Kinder und Enkel abgebaut bzw. zumindest verringert wird. Dies sei in der Tat eine Kraftanstrengung und jeder kleinste Schritt in diese Richtung sei aller Unterstützung wert.
(TN/Dieter Hintermeier)

Info: www.accadis.com
 
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