Das 50 Milliarden Euro teure Konjunkturpaket II der Bundesregierung stößt bei den Deutschen auf große Skepsis. Mehr als zwei Drittel der Bürger (69 Prozent) erklären in einer Umfrage für den stern, sie glaubten nicht, dass damit die Wirtschaftskrise bewältigt werden könne. Lediglich 26 Prozent gehen davon aus, dass es wirkt. Die größte Zustimmung gibt es noch bei den Anhängern der Union. 38 Prozent von ihnen halten die Konjunkturhilfe für sinnvoll. Die überwältigende Mehrheit der Bürger (79 Prozent) glaubt auch nicht daran, dass sie selbst von den geplanten Maßnahmen profitieren werden. Nur jeder Fünfte (18 Prozent) rechnet damit, dass er durch das Paket in diesem Jahr netto mehr Geld in der Tasche haben wird.
Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Jürgen Stark, hat Befürchtungen widersprochen, die Rettungspakete für kriselnde Euro-Staaten verursachten eine Inflation.
Die Art und Weise wie einige Investmentbanken das Gemeinwesen plündern, ist verwerflich. Alles hat seine Grenzen. Gute Geschäfte machen ist eine Sache. Kunden, die eine eigene Entscheidung treffen können und - schlimmer noch - unbeteiligte, wehrlose Bürger, die keine eigene Entscheidung treffen können und die von den oftmals unfähigen Regierungen ihrer jeweiligen Länder nur unzureichend vor den Plünderungen der Banken geschützt werden, auf perfide Weise reinzulegen, ist eine andere Sache.
Naive Landesbanker in den Fängen der Investment-Haie
Geschrieben von: Markus Ross
So verwerflich die Art und Weise ist, wie viele Investmentbanken ihr Geld verdienen und welche Risiken sie dabei der Allgemeinheit aufbürden, so wenig entschuldigt das die Dummheit der deutschen Banker, die in den Sub-Prime-Schrott investiert haben, der ihnen als hochrentierlich und gleichzeitig sicher angedreht wurde.
Die fulminante Pleite des Arcandor-Konzerns, vormals KarstadtQuelle, und dazu noch das eklatante Versagen des Top-Managers Thomas Middelhoff sind für Professor Florian Pfeffel (Foto), Wirtschaftsethiker an der accadis Hochschule Bad Homburg, ein Indiz, dass in Deutschlands Chefetagen häufig die Tristesse der Mittelmäßigkeit Einzug gehalten hat. "Das Beispiel Middelhoff oder auch das diverser Bankenmanager machen dies deutlich", sagt er.
Geheimverhandlungen zur Bekämpfung von Produktpiraterie
Geschrieben von: TN
Gegen den Widerstand des Europäischen Parlaments hat EU-Handelskommissar Karel De Gucht die Geheimverhandlungen um das ACTA-Abkommen verteidigt. „Wir können unsere Verhandlungsposition doch nicht auf den Tisch legen und jeden Schritt vorab bekannt geben“, sagt De Gucht Zeit Online.
Die Regierungskoalition diskutiert Monate lang und teilt alsdann den Bürgern mit, dass die vor der Wahl versprochenen Steuererleichterungen mal wieder nicht zustande kommen werden – weil sie angeblich nicht seriös finanzierbar sind. Als ob der seriöse Umgang mit den Steuergeldern der Bürger unseren Politikern wirklich wichtig wäre: der jährliche Bericht des Bundesrechnungshofes lässt da anderes vermuten. Jedes Jahr auf’s Neue werden Steuergelder verplempert, und immer wieder mit den gleichen Dummheiten.
Brutto-Werbemarkt wächst im ersten Quartal 2010 um mehr als acht Prozent
Geschrieben von: TN
Laut der aktuellen Werbestatistik von Nielsen, dem globalen Informations- und Medienunternehmen, ist der Bruttowerbedruck in den Above-the-line-Medien in Deutschland in den ersten drei Monaten des Jahres 2010 um 421 Millionen Euro auf knapp 5,5 Milliarden Euro gestiegen.
Opel hat die wichtigste Hürde auf dem Weg zu einer Staatsbürgschaft genommen. Das sagte Opel-Chef Nick Reilly der Zeit. Das Unternehmen gelte nun als Opfer der Wirtschaftskrise: „Opel wurde von der Krise zu einem ungünstigen Zeitpunkt getroffen. Ohne die Krise wäre die Existenz von Opel nicht gefährdet gewesen.“ Genau das war in den Gesprächen mit der Bundesregierung lange Zeit umstritten, davon hing ab, ob Staatshilfen fließen dürfen. „Diese Frage ist inzwischen mit den Regierungen geklärt“, sagte Reilly – im Sinne von Opel.