Die seit über einem Jahr schwelende Finanzkrise hat im Spätherbst 2008 die Schweizer Realwirtschaft erfasst. Diese hatte sich noch bis Ende Oktober deutlich besser gehalten als die meisten Industrieländer.
Jeder weiß, dass es um die staatlichen Finanzen leider nicht zum Besten steht. Misswirtschaft (…jährliche Mängelberichte des Bundesrechnungshofes), schlechte Wirtschaftspolitik (falsche Anreize bei Bauherrenmodellen, Ostimmobilien, Nato-Modellen, Schiffe, hohe Steuersätze, unsinnige Subventionen, Klientelpolitik…) und zuletzt auch noch die Milliardentransfers an den Bankensektor haben das ihrige zu der misslichen Situation beigetragen.
Unterschiedliche Wachstumsmodelle haben die Wettbewerbsfähigkeit der Euroländer in den letzten Jahren auseinanderlaufen lassen. Diese Unterschiede wirken sich auf die Wachstumsaussichten der Länder und damit auf die Nachhaltigkeit ihrer Staatsfinanzen aus. Was ist zu tun?
Bei neuem Hackerangriff 100.000 Computer infiziert
Geschrieben von: TN
Amerikanische Sicherheitsexperten jagen nach Informationen der Zeit die Urheber eines der größten Hackerangriffe der Geschichte. „Der Fall ist noch nicht öffentlich bekannt. Infiltriert wurden rund 100.000 Computer in mehr als 1000 Firmen“, erklärte Amit Yoran, der ehemalige Chefbauftragte für den Schutz des Internets unter US-Präsident George W. Bush. Einige Opfer seien deutsche und andere europäische Firmen. Bei den Attacken seien geistiges Eigentum, Finanzinformationen und Mitarbeiterdaten entwendet worden. „Die Spuren führen in mehrere Staaten - aber auch wieder nach China“, sagte Yoran.
Verdachtsfälle wegen Betrugs mit Kurzarbeit steigt
Geschrieben von: TN
Die Zahl der vermuteten Betrugsfälle beim Kurzarbeitergeld steigt weiter an. Inzwischen könnten nach Angaben der BA bundesweit bis zu 40.000 Beschäftigte in die Betrugsfälle involviert sein. Die mögliche Schadenshöhe lässt sich der Behörde zufolge nicht abschätzen.
Die FDP und ihr Vorsitzender, Bundesaussenminister Guido Westerwelle, haben das Thema Hartz IV und soziale Gerechtigkeit angesprochen. In einer Demokratie muss es erlaubt sein, demokratische Standpunkte zu vertreten und seine Meinung frei zu äußern. Auf die Hartz-IV-Äusserungen kamen jedoch sofort - "von den üblichen Verdächtigen" - massivste Reaktionen bis hin zu Beleidigungen und Hasstiraden. Man fragt sich warum? Solch heftige Reaktionen sind oft ein Zeichen dafür, dass jemand grundsätzlich recht hat, die Wahrheit aber für einige sehr unangenehm ist.
Die demographischen Perspektiven der BRIC-Länder unterscheiden sich deutlich voneinander. Sowohl in absoluten Zahlen als auch relativ betrachtet bestehen signifikante Unterschiede in der prognostizierten Entwicklung der Erwerbsbevölkerung. Dies wird sich nicht nur auf die Wachstumsperspektiven der einzelnen Länder auswirken, sondern auch auf das Spar- und Investitionsverhalten und eventuell auch auf das Wachstumspotential der Finanzmärkte. So sind Brasilien und Indien demographisch in einer erheblich besseren Situation als China und Russland. Mit Ausnahme Indiens wirkt sich die Demographie in den BRIC-Ländern unter dem Strich bereits tendenziell negativ auf das Pro-Kopf-Wachstum aus, oder wird dies in Kürze tun.
In der Bundesregierung wächst die Kritik am Markt für Credit Default Swaps (CDS). „Mit CDS ist es wie mit Rotwein: mit Augenmaß genossen gesund, im Übermaß gefährlich“, sagte Jörg Asmussen, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, der Zeit.
In deutschen Vorstandsetagen verlieren die einst mächtigen Finanzchefs nach Beobachtung des Leiters der Unternehmensberatung Roland Berger, Burkhard Schwenker, im Zuge der Wirtschaftskrise an Einfluss. Der Zeit sagte er: „Die Finanzvorstände haben zeitweise dominiert, auch weil die Kapitalmärkte eine so große Rolle gespielt haben.“ Das sei vorbei. Manager aus Produktion und Vertrieb würden an Einfluss gewinnen.
"Guido Westerwelle pflegt seinen persönlichen Narzissmus und vergisst dabei, dass er Mitglied in einem Team ist, das Sachprobleme lösen muss", sagt Professor Andrea Hüttmann (Foto), Kommunikationsexpertin an der accadis Hochschule Bad Homburg.
Top-Raiffeisenbanker Herbert Stepic setzt auf Osteuropa
Geschrieben von: Dr. Andreas Gulya
Dr. Herbert Stepic, ein "Mitbringsel" im Jahre 1946 des Heiligen Silvester am Jahresultimo, ist seit 1995 stellvertretender Generaldirektor der RZB, seit 2001 zudem Vorstandschef der neu strukturierte Raiffeisen International (RI), in der alle osteuropäischen Netzwerkbanken und Finanzfirmen der Raiffeisen Zentralbank Österreich zusammengefasst sind. Er ist mit Sicherheit einer der originellsten Bankenchefs der Gegenwart, der sich auch bedingt durch seine sehr starke internationale Ausrichtung eine große Reputation erwarb. Unser Osteuropa-Korrespondent, Dr. Andreas Gulya, traf ihn zum Exklusiv-Interview für unsere Wirtschaftsmagazine tembiz.de und anlage-trends.de