Das 50 Milliarden Euro teure Konjunkturpaket II der Bundesregierung stößt bei den Deutschen auf große Skepsis. Mehr als zwei Drittel der Bürger (69 Prozent) erklären in einer Umfrage für den stern, sie glaubten nicht, dass damit die Wirtschaftskrise bewältigt werden könne. Lediglich 26 Prozent gehen davon aus, dass es wirkt. Die größte Zustimmung gibt es noch bei den Anhängern der Union. 38 Prozent von ihnen halten die Konjunkturhilfe für sinnvoll. Die überwältigende Mehrheit der Bürger (79 Prozent) glaubt auch nicht daran, dass sie selbst von den geplanten Maßnahmen profitieren werden. Nur jeder Fünfte (18 Prozent) rechnet damit, dass er durch das Paket in diesem Jahr netto mehr Geld in der Tasche haben wird.
Hohe Staatsverschuldung prägt seit Monaten die öffentliche Debatte über die Wirtschaftspolitik in der Eurozone. Dabei wird oft übersehen, dass die Defizite einiger Länder nicht nur krisenbedingten Einnahmeausfällen und Mehrausgaben sowie schlechter Haushaltspolitik zuzuschreiben sind. Sie gehen auch auf das Konto geringerer Wachstumsperspektiven die eine Folge mangelnder Wettbewerbsfähigkeit sind. Die Unterschiede in der Wettbewerbsfähigkeit werden für die EWU zunehmend zum Problem, zumal sich der Abstand zwischen den Mitgliedstaaten in den letzten Jahren vergrößert hat.
Im Jahr 2009 sind in Deutschland 914 neue Stiftungen errichtet worden. Das ist die dritthöchste Zahl in der Geschichte der Bundesrepublik. Zum 31. Dezember 2009 gab es damit 17.372 rechtsfhige Stiftungen brgerlichen Rechts in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung um sechs Prozent.
Auch im zwölften Lebensjahr der EWU unterscheidet sich die Preiswettbewerbsfähigkeit der Euroländer noch immer. Dieser Kommentar erläutert, wodurch diese Unterschiede entstehen, wie sie reduziert werden können und welche Rolle die Gemeinschaft spielen kann.
Die letzten zwei Jahre haben sich zwar massiv auf den Bereich Mergers & Acquisitions (M&A) ausgewirkt, doch nach einer schwierigen Phase erwarten Experten nun einen Rebound dieses Segments – nicht zuletzt durch den krisenbedingten Investitionsstau. Allerdings werden sich die Rahmenbedingungen signifikant ändern: Die Investoren, insbesondere Private-Equity (PE)-Gesellschaften, müssen ihre Transaktionen gründlich prüfen, die Kapitalbeschaffung bleibt schwierig, die Hürden für den Exit via IPO liegen deutlich höher und vor allem das Instrument des Kredithebels wird zurückhaltender genutzt werden.
Die Private-Equity-Branche erholt sich derzeit spürbar von den Folgen der Wirtschaftskrise. Laut der Deloitte-Umfrage „Private Equity Survey Q4 2009“ stieg der Stimmungsindikator seit der letzten Befragung im Sommer 2008 um 23 Prozent auf 95 Punkte und liegt damit auf dem Niveau von 2003. Hauptursache ist der wiederkehrende Optimismus in die gesamtwirtschaftliche Entwicklung – ganz besonders gilt das für die Healthcare-Branche.
Was ist von jemandem zu halten, der dem Ertrinkenden sagt: „Lerne erst schwimmen, bevor ich dich rette“? Nichts! Genau so zynisch agieren derzeit allerdings Politiker in Europa. Wie ein Ertrinkender wird Griechenland in diesen Tagen vom Strudel einer Schuldenspirale in den Abgrund gerissen. Und wie reagieren die EU-Regierungen? Sie schwanken zwischen Hilflosigkeit und Aktionismus in Form von Strafzahlungen gegen den mittellos dastehenden Defizitsünder.
Überlagert durch die aktuelle Finanzkrise war die Frage nach der Zukunftsfähigkeit des Sozialstaats für eine Weile in den Hintergrund getreten. Nun ist die Sicherung des soziokulturellen Existenzminimums wieder in den Blick der Öffentlichkeit geraten. Mit der Forderung des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU), eine Arbeitspflicht für Hartz-IV-Empfänger als "Element der Abschreckung" einzuführen, ist eine Grundsatzdebatte über eine Reform der Grundsicherung für Arbeitssuchende entbrannt.
Der frühere Dresdner Bank-Vorstand Manfred Meier-Preschany bedauert, dass die Commerzbank nach der Übernahme der Dresdner Bank die Bronzeskulptur Schreitender von Alberto Giacometti in eine Versteigerung gegeben hat. Trotz des Rekorderlöses von über 100 Millionen Dollar sagte Meier-Preschany der Zeit: "Mir wäre lieber gewesen, der "Schreitende" Meier-Preschany hatte die Skulptur 1980 für die Dresdner Bank erworben und dafür 750 000 Dollar bezahlt.
Der Medienkonzern Thomson Reuters, der vor allem Banken, Fonds-Manager und Börsenprofis mit Finanzdaten versorgt, ist bislang glimpflich durch die Krise gekommen.
Aus Kreisen der britischen Zentralbank wird harsche Kritik am Verhalten der Banken in der Regulierungsdebatte geübt. "Immer wenn eine neue Maßnahme vorgeschlagen wird, versuchen die Banken sie dadurch zu verhindern, dass sie auf mögliche Nachteile hinweisen. Natürlich hat jede Maßnahme Vorteile und Nachteile. Es gibt nicht das eine Instrument, das alle Probleme löst. Die Strategie der Branche aber besteht darin, zu attackieren und keine eigenen Beiträge zu leisten", sagte Adam Posen, externes Mitglied im geldpolitischen Rat der Bank of England, im Gespräch mit Zeit Online.